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IRAP/ PRP

Eine neue Therapie bei Gelenkserkrankungen - IRAP

Als eine der wenigen tiermedizinischen Kliniken in Europa bieten wir unseren Patienten eine - in der Humanmedizin seit einiger Zeit erfolgreich eingeführte - Alternative zur Gelenksbehandlung mit Hyaluronsäure und Corticosteroiden an. Es handelt sich um IRAP (Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist Protein Processing System) bzw. ACS (autologes conditioniertes Serum). Entwickelt wurde diese Therapieform von der deutschen Firma ORTHOGEN und der Firma ARTHREX aus den USA. In der Humanmedizin wird ACS bei der Behandlung von Osteoarthritiden, Muskelerkrankungen und Nervenwurzelerkrankungen z. B. im Rahmen von Rückenschmerzen eingesetzt.

Studien der Universität Colorado/USA und aus Privatkliniken belegen bereits jetzt eine große Erfolgsrate dieser neuen Therapieform bei Sportpferden. Grundlage des ACS ist unter sterilen Bedingungen vom Patienten gewonnenes Blut. Dieses Blut wird unter höchsten hygienischen Vorsichtsmaßnahmen in speziellen IRAP- Spritzen aufbereitet und 24 Stunden inkubiert. Anschließend erfolgt die Gewinnung des autologen konditionierten Serums, das in Einzeldosen aufgeteilt und tiefgefroren wird. Die mögliche Lagerungszeit beträgt neun Monate.

In den speziellen IRAP-Spritzen zur Gewinnung des ACS befinden sich Kügelchen, deren Oberfläche eine Wunde simuliert. Entsprechend beginnen im Blut befindliche Zellen vermehrt Proteine herzustellen. Dies sind u. a. verschiedene Wachstumsfaktoren (wichtig z. B. bei Muskelfaserregeneration) und Entzündungsproteine (Cytokine) bzw. deren Gegenspieler. In der entzündungshemmenden Therapie des ACS im Gelenk spielt das Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist Protein (= IRAP) die entscheidende Rolle. Es hat eine starke entzündungshemmende Wirkung und schützt den Knorpel durch die Blockade der Interleukin-1-Rezeptoren. Interleukin-1 induziert Entzündungen mit Knorpelzerstörung.

Im Rahmen der Gelenkstherapie wird zunächst für jeden Patienten sein eigenes körperspezifisches ACS aufbereitet und tiefgefroren. In Abhängigkeit vom klinischen Befund sind für die Therapie drei bis fünf Gelenksinjektionen im Abstand von 14 Tagen erforderlich. Verbleibende Injektionen sind tiefgekühlt bis zu neun Monate lagerfähig.

PRP
Das PRP (Platelet Rich Plasma) ist eine weitere Methode der neueren regenerativen Medizinen. Durch ein spezielles Verfahren werden bei der PRP-Herstellung die im Blut enthaltenen Blutplättchen und Wachstumsfaktoren konzentriert. Diese unterschiedlichen Inhaltsstoffe bewirken eine schnellere Regeneration geschädigter Sehnen und Bänder. Bei dieser Methode wird dem Patienten Blut entnommen, das anschließend in verschiedenen Zentrifugationsstufen aufbereitet wird. Eine so aufbereitete Serumfraktion wird dem Pferd unter Ultraschallkontrolle in geschädigte Bänder oder Sehnen injiziert. Da die Aufbereitung weniger als eine Stunde dauert, kann das Pferd bereits kurz nach der Blutentnahme auch behandelt werden.